Ulrich Seyfferth

Ich war selbst der,
den ich heute begleite

Vielleicht kennst du das: nach außen läuft alles, dein Unternehmen trägt sich, deine Mitarbeiter funktionieren, und trotzdem gehst du abends ausgelaugt nach Hause. Du fragst dich, warum dich Kleinigkeiten auf 180 bringen, die dich sonst nicht stören würden, und warum du schlecht schläfst, obwohl dein Tag gut war.

Ich kenne das Gefühl von mir selbst, weil ich lange so gelebt habe.
Bevor ich Menschen begleitet habe, war ich der getriebene Leistungsmensch, der seine antrainierten Muster für seine Persönlichkeit hielt. Wie ich da herausgefunden habe, erzähle ich dir hier offen, denn es ist der Grund, warum ich heute so arbeite, wie ich arbeite.

Vom getriebenen Leistungsmenschen zum Coach

Wo es anfing

Als jüngster Sohn eines Kriegsheimkehrers wuchs ich in einem Haus auf, in dem Leistung zählte und Gefühle wenig galten. Mein Vater sagte oft einen Satz, der sich bei mir tief eingegraben hat: „Geh weg, das kannst du nicht." Als kleiner Junge zog ich daraus einen einzigen Schluss, der mein Leben bestimmen sollte:
„Ich bin nicht gut genug."

Von da an hatte ich einen Auftrag, ohne ihn zu kennen.
Zeig es ihnen. Zeig es allen. Und mach es allein.

Die Jahrzehnte dazwischen

Jahrzehntelang trug ich diesen Satz in mir, ohne ihn zu bemerken. Ich glich ihn mit Höchstleistung aus, als Sportler, als Personalchef mit Verantwortung für rund 200 Mitarbeiter und später als Geschäftsführer. Ich war erfolgreich, und ich war getrieben. Der Rucksack, den ich als Kind gepackt hatte, wurde mit jedem Jahr schwerer, und ich hielt ihn für mein Wesen.

Wie weit mich dieses Prinzip trieb, zeigt der Sport. Ich bin leidenschaftlicher Mountainbiker und habe die Alpen mehrmals mit dem Rad überquert, die steilsten Anstiege hinauf und die anspruchsvollsten Wege hinab. Drei Jahre lang trainierte ich auf ein einziges Ziel hin, die Transalp Challenge, eines der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt, acht Tage von Nord nach Süd über die Alpen, rund 750 Kilometer und über 22.000 Höhenmeter. 2005 fuhr ich am achten Tag über die Ziellinie, an meiner körperlichen Grenze und darüber hinaus. Ich war mächtig stolz, und ein Satz begleitete mich seitdem in jeder schwierigen Lage. „Wenn ich die Transalp Challenge geschafft habe, dann schaffe ich das hier auch."

Als Leistung nicht mehr trug

Dann kam der Moment, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Meine langjährige Partnerin verließ mich. Ich tat, was ich immer getan hatte, ich arbeitete, ich funktionierte, ich hielt die Fassade aufrecht. Diesmal ging es nicht. Sechs Monate lang saß ich in einem tiefen Loch und verstand zum ersten Mal, dass Leistung eine Grenze hat. Wer nur Leistung als Antwort kennt, steht irgendwann vor einer Frage, auf die Leistung keine Antwort ist.

Der Moment an der Flipchart

Parallel begann ich die Ausbildung zum Transformations-Therapeuten bei Dipl. Psych. Robert Betz. In einer der Einheiten erklärte der Ausbilder, wie Kinder früh Glaubenssätze bilden, die später als unbewusste Programme weiterwirken. Dann schrieb er einen Satz an die Flipchart. „Ich bin nicht gut genug."

Ich schrieb ihn mit, zunächst als sachliche Information. Und dann traf mich eine Welle aus dem Inneren, die mir zeigte: Das ist meins. Das sitzt in meinen Zellen. In diesem Moment fiel alles zusammen und ordnete sich neu. Die Leistung, der Sport, die langen Abende im Büro, das ständige Beweisen, all das war keine Wesensart. Es war ein Programm, das ich mir als kleiner Junge gebaut hatte, um dem Satz meines Vaters zu entkommen.

Mit dieser Erkenntnis kam die Befreiung. Nicht weil der Satz verschwand, sondern weil ich verstand, dass ich ihm nicht mehr gehorchen muss. Als erwachsener Mann darf ich selbst entscheiden, ob ich gut genug bin. Es war, wie wenn eine Tür aufgeht und die Sonne hereinscheint. Eine zentnerschwere Last fiel von meinen Schultern.

Die Versöhnung mit meinem Vater

Die Wandlung war noch nicht vollständig. In derselben Ausbildung erzählte ein Teilnehmer von seinem Großvater, dessen Lebensgeschichte meinem Vater verblüffend ähnelte. Weil ich diese Person mit Abstand betrachten konnte, erkannte ich plötzlich, was ich bei meinem eigenen Vater nie gesehen hatte. Er konnte nicht anders.

Mein Vater war Soldat im Zweiten Weltkrieg. Er hatte überlebt und aus dem Überleben eine Überzeugung mitgebracht, die für ihn lebensrettend war. Er hatte gelernt, dass er nur überlebt, wenn er hart bleibt und immer funktioniert, und dass Gefühle ihn verwundbar und angreifbar machen. Diese Überzeugung gab er an seine Söhne weiter, nicht aus Härte, sondern aus Sorge. Er wollte uns für eine Welt wappnen, die er als feindlich erlebt hatte.

In diesem Moment fiel die alte Ablehnung von mir ab, und an ihre Stelle trat etwas, das ich lange nicht für möglich gehalten hätte. Liebe. Heute denke ich mit Dankbarkeit an meinen Vater, auch für die harten Dinge, die mich geformt haben. Und ich habe verstanden, wie Muster über Generationen weitergegeben werden, ohne dass die Beteiligten es wissen.

Diese Erfahrung ist heute der Kern meiner Arbeit. Ich weiß aus eigenem Erleben, dass hinter dem Verhalten, das dich stört, selten ein Fehler steckt und fast immer ein altes Programm. Du bist nicht das Problem. Es ist ein Programm aus deiner Vergangenheit, und Programme kann man lösen.

Ulrich Seyfferth bei der Alpenüberquerung mit dem Mountainbike, Transalp Challenge 2005

Warum ich an der Wurzel arbeite und nicht am Symptom

Der Markt für Führung und Coaching verkauft eine Überzeugung, die sich gut anfühlt und wenig verändert. Gute Führung sei eine Frage der richtigen Methode. Lern das Werkzeug, wende es an, führe besser. Ich glaube das Gegenteil, und ich habe an mir selbst erlebt, warum.

Werkzeuge machen einen Verwalter. Die innere Haltung macht einen Menschen, dem andere gerne folgen. Diese Haltung lässt sich nicht in einem Seminar lernen, sie muss erarbeitet werden, dort wo es unbequem wird. Verstehen allein reicht dafür nicht. Du kannst genau wissen, warum du reagierst, wie du reagierst, und trotzdem morgen wieder im selben Muster stehen. Erst wenn sich das alte Programm löst, verändert sich dein Verhalten von selbst, ohne dass du dich jeden Tag neu zusammenreißen musst.

Führung beginnt deshalb immer bei dir selbst. Wer seine eigenen Muster kennt und seine Reaktionen versteht, führt glaubwürdiger, klarer und mit weniger Kraftaufwand.

Wenn du mehr über meine Methode wissen möchtest, dann findest du hier noch tiefer gehende Informationen.

Mehr über die Methode erfahren

Ich kenne beide Welten

Ich rede nicht über Führung aus der Theorie, sondern aus über 25 Jahren eigener Verantwortung. Als Personalchef habe ich rund 200 Mitarbeiter begleitet, mit allem, was dazugehört, von schwierigen Gesprächen bis zu Entscheidungen unter Druck. Später habe ich als Geschäftsführer erlebt, wie sich die Last anfühlt, wenn am Ende alles an dir hängt. Ich kenne die Realität, in der du steckst, weil ich sie selbst erlebt habe.

Seit 2015 bin ich selbstständig und verbinde diese unternehmerische Erfahrung mit tiefenpsychologischer Transformations-Arbeit. Ich bin Zertifizierter Transformations-Therapeut nach Dipl. Psych. Robert Betz und Zertifizierter Transformations-Coach für die Wirtschaft nach Dipl. Psych. Robert Betz. Seither habe ich über 300 Menschen auf ihrem Weg begleitet.

Diese Verbindung ist selten. Viele Coaches verstehen die Psyche, aber nicht den Unternehmeralltag. Andere kennen den Alltag, aber nicht die Muster darunter. Ich bringe beides mit, und genau dort, wo Wirtschaft und innere Arbeit sich treffen, entsteht meine Arbeit.

Ulrich Seyfferth im Coaching-Gespräch

Auf Augenhöhe, ohne Bewertung,
an der Wurzel

Wenn wir zusammenarbeiten, begegne ich dir als Mensch. Ich bewerte dich nicht, und ich gebe dir keine Ratschläge, die du längst kennst. Ich höre zu, ich frage nach, und ich zeige dir die Stelle, an der dein Muster sitzt.

Manchmal gehört dazu, gemeinsam dorthin zu schauen, wo es ein bisschen unangenehm wird. Nicht um alte Wunden aufzureißen, sondern weil genau an dieser Stelle oft etwas liegt, das verstanden werden möchte.

Meine Methode heißt „Ursache statt Symptom". Wir arbeiten nicht an der Oberfläche, wo der Ärger, der Aufschub oder die Erschöpfung sichtbar werden, sondern an der Ursache darunter. Ich nenne das „die Schätze aus dem Kaninchenbau bergen", weil unter jedem alten Muster etwas liegt, das dir gehört und das dir wieder Kraft gibt, sobald du es zurückholst.

Am Ende geht es nicht darum, dass du dich besser zusammenreißt. Es geht darum, dass das alte Muster seine Macht über dich verliert und du wieder mehr du selbst bist.

Zwei Wege, ein gemeinsamer Kern

Ob du ein Unternehmen führst oder als Führungskraft Verantwortung trägst, die inneren Themen ähneln sich oft. Damit du gleich am richtigen Ort landest, habe ich für beide Rollen einen eigenen Weg vorbereitet.

Für Unternehmer

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Für Führungskräfte

Souverän führen, Konflikte klären, innerlich stabil bleiben.

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Ulrich Seyfferth, Coach und Transformations-Therapeut

Kurzprofil

NameUlrich Seyfferth
MarkeFreude im Job
RolleCoach und Transformations-Therapeut für Unternehmer und Führungskräfte
ClaimFühren mit Herz und Verstand
MethodeUrsache statt Symptom
Erfahrungüber 25 Jahre in Führung und Personalentwicklung, seit 2015 selbstständig
Als PersonalchefVerantwortung für rund 200 Mitarbeiter
Begleitete Klientenüber 300
ZertifizierungZertifizierter Transformations-Therapeut und Transformations-Coach für die Wirtschaft nach Dipl. Psych. Robert Betz
SitzBad Füssing, Bayern
ArbeitsgebietRaum München und gesamter deutschsprachiger Raum, auch online
Websitewww.freude-im-job.de
LinkedInlinkedin.com/in/ulrich-seyfferth
Instagraminstagram.com/ulrichseyfferth
Kontaktinfo@freude-im-job.de · 0160 4750798

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Durch Ulrichs Coaching hat sich mein inneres System grundlegend verändert. Seine ruhige und tief wirkende Begleitung hat mir geholfen, wieder in mir selbst anzukommen und klarer sowie stabiler zu handeln.
Christiane H. · Unternehmerin in der Hotelbranche, Bayern

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